Die Könige Makedoniens aus der Dynastie der Argeaden (ca. 700–310 v. Chr.) zeichnen für eine der einflussreichsten Münzprägungen der griechischen Antike verantwortlich. Aufgrund der einheimischen Edelmetallquellen in Makedonien und später der reichen Beute aus ihren Eroberungen einschließlich der Schätze des Perserreiches war der numismatische Ausstoß der Argeaden wahrlich gewaltig. Für Jahrhunderte wurden die Gepräge Philipps II. (reg. 359–336 v. Chr.) und Alexanders des Großen (reg. 336–323 v. Chr.) auch nach ihrem Tod durch nachfolgende Könige, städtische Münzstätten und andere Nachahmer von Zentralasien bis Mitteleuropa in ihrem Namen produziert.

Die Münzprägung der Argeaden selbst und auch jene in ihrem Namen ist bereits Gegenstand intensiver Forschung gewesen, aber bisher existiert kein umfassender, leicht zugänglicher Katalog des Materials.

PELLA ist ein neues Werkzeug und Hilfsmittel, welches diese Lücke füllen soll: Es bietet einen Typenkatalog der Münzen von Alexander I. (reg. 498–454 v. Chr.), dem ersten Makedonenkönig, der Münzen prägte, bis hin zu Philipp III. Arrhidaios (reg. 323–317 v. Chr.), dem letzten König (dem Namen nach). Mit enthalten in dem Katalog sind auch die zahlreichen posthumen Gepräge in ihrem Namen, die von Städten und hellenistischen Königen geschlagen wurden.

Die aktuelle Version von PELLA bietet Hyperlinks zu Belegexemplaren der Münzen (im Namen) Alexanders des Großen und Philipps III. Arrhidaios aus den Beständen der ANS, des Münzkabinetts der Staatlichen Museen zu Berlin und dem British Museum. Der Katalog wird sukzessive erweitert werden, um die Münzprägung früherer Könige Makedoniens und Belege aus anderen Sammlungen aufzunehmen.

PELLA wird durch die Nutzung von stabilen numismatischen Identifikatoren und Linked Open Data Methoden ermöglicht, welche das Nomisma.org Projekt bereitstellt. Münzdaten werden mit einer Open Database Lizenz zugänglich gemacht. Alle Abbildungen sind mit den Copyright-Regelungen der diese verwaltenden Einrichtungen versehen. Diese aktuelle Version von PELLA stützt sich auf das Nummernsystem und die systematische Ordnung, welche Martin Price seinem Katalog der Münzen Alexanders des Großen zugrunde gelegt hat ( The Coinage in the Name of Alexander the Great and Philip Arrhidaeus , London 1991).

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